Jens Bode

  Organisation auf Nepali

Aug 16 2008 -

02:08 Uhr geschrieben

Liebe Leute,

ja, ich lebe noch. Es ist grad der 3te Tag seit ich Kathmandu Richtung Simikot verlassen habe aber ich bin noch immer nicht dort. Es ist frueh um halb 10 und Dr. Yeshe (ich werd ihn ab jetzt mit seinem Vornahmen nennen, weil ich ihn irgendwie mag) ist wieder mal am “organisieren” um irgenwie nen Flug fuer uns zwei raus aus diesem Loch zu besorgen. Ich bin’s eigentlich ganz zufrieden und kann mal Emails und so schreiben und entspannen bevor das mit der Arbeit startet.

Ihr koennt euch kaum vorstellen wie krass schwer es ist, in diesem Land, vor allem draussen, in den entlegeneren Teilen, zu irgendwas zu kommen.

Es gibt normalerweise Taeglich Fluege von Nepalganj nach Humla und in alle moeglichen anderen Orte irgendwo in den Bergen Westnepals. Diese Orte haben nur eines gemeinam, sie sind abgeschnitten. Die Kultur da entwickelt sich seit jeher fast voellig unbeeindruckt vom Rest der Welt oder Nepals weil man einfach nicht hinkommt. Von hier aus sind es laut Yeshe 2 Monate zu laufen bin Simikot. Luftlinie sind es nur gut 200km, aber dazwischen kommen halt bis 7000 m Hohe Berge. Und ne Strasse fuehrt auch nicht hin. Von der naechsten Strasse aus… hab ich ja schon erzaehlt.

Und dann die Sache mit dem Flugzeug, Simikot hat ne Dreckpiste zum landen. Wenns da geregnet hat, so wie gestern und heute, dann geht halt nix. Wens Wolkig ist geht auch nix und im Winter, wenns 4 Monate lang Schnee hat geht erst recht nix. Normale Leute, ohne Beziehungen und “Freundschaften” wie Yeshe sie hat, warten anscheinend manchmal bis zu nem halben jahr auf nen Flug nach Humla. (Der Gedanke draengt sich auf dass sie dann ja auch haetten laufen koennen)

Dr Yeshe ist befreundet mit dem Oberchef des hiesigen Transportunternehmens, der Fluggesellschaft Yeti Air (krasser Name, oder? mit denen fliegen wir ) Ja und irgendwie verhandelt er immer mit dem persoenlich. Eine echte win-win-Situation. Yeshe fliegt jedes mal besimmt 5 bis 10 mal hin und her, aber viel wichtiger noch, er laesst seine ganzen Medikamente, Instrumente, Baustoffe, Geraete, einfach alles was man fuer ein wachsendes und vor allem laufendes Krankenhaus braucht einfliegen.

…..muss weg!



2 Antworten zu “Organisation auf Nepali”


  1. Oma Inge schrieb:


    Hallo Jens, ich bin beeindruckt von deinen bisher gelesenen Berichten.Das Krankenhaus liegt wirklich am “Ende der Welt”.Die Landungsmöglichkeiten sind ja sehr wetterabhängig. Hoffentlich kommst du gesund u.wohlauf hinauf in die Berge u. irgendwann wieder hinunter.Lerne in diesem Krankenhaus viel Neues mit einfachen Möglichkeiten. Viel Glück wünscht Dir Deine Oma Inge.

  2. achim schrieb:


    hallo j e n s -

    habe gerade mit inge gesprochen, die mir deinen blog nannte …. gelesen habe ich noch nix, aber ich werd’s bestimmt bald tun …

    momentan von mir sehr herzliche grüsse -
    ich find’s toll, was du machst, und ich drücke dir alle meine daumen !

    a c h i m

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